fiasko's home pageDebian Kernel Repository |
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Die 2.4.*-fiasko und 2.6.*-fiasko Kernel sind mit der grsecurity Erweiterung gepatcht. Es wird dringend
empfohlen die Dokumentation von grsecurity zu lesen bevor der Kernel eingesetzt wird!
Die genaue Konfiguration ist den einzelnen Kernel zu entnehmen. Üblicherweise ist die PaX Erweiterung und
Schutzmaßnahmen die sich mittels der SYSCTL Schnittstelle konfigurieren lassen aktiviert. Außerdem gilt für die Benutzergruppe adm(4)
keine Beschränkungen für das /proc Dateisystem.
Die Grsecurity Konfiguration kann mittels der SYSCTL Schnittstelle (kernel.grsecurity.*) zur Laufzeit verändert werden.
Dieses Beispiel aktiviert alle beim Kompilieren aktivierten Optionen.
ACHTUNG: Der letzte Eintrag für grsec_lock
macht die aktuelle Konfiguration bis zum nächsten Neustart permanent - ohne diese Zeile können die Schutzmechanismen wieder
deaktiviert werden!
Beispiel Einträge für die Datei /etc/sysctl.conf:
### Logging kernel.grsecurity.audit_mount=1 kernel.grsecurity.forkfail_logging=1 kernel.grsecurity.signal_logging=1 kernel.grsecurity.timechange_logging=1 ### chroot sicherer machen kernel.grsecurity.chroot_caps=1 kernel.grsecurity.chroot_deny_chmod=1 kernel.grsecurity.chroot_deny_chroot=1 kernel.grsecurity.chroot_deny_fchdir=1 kernel.grsecurity.chroot_deny_mknod=1 kernel.grsecurity.chroot_deny_mount=1 kernel.grsecurity.chroot_deny_pivot=1 kernel.grsecurity.chroot_deny_shmat=1 kernel.grsecurity.chroot_deny_sysctl=1 kernel.grsecurity.chroot_deny_unix=1 kernel.grsecurity.chroot_enforce_chdir=1 kernel.grsecurity.chroot_findtask=1 kernel.grsecurity.chroot_restrict_nice=1 ### kein Zugriff auf DMESG des Kernels kernel.grsecurity.dmesg=1 ### durchsetzen von Ressourcen Limits bei execve Aufrufen kernel.grsecurity.execve_limiting=1 ### Beschraenkter Zugriff in +t Verzeichnissen kernel.grsecurity.fifo_restrictions=1 kernel.grsecurity.linking_restrictions=1 ### neue ID's zufaellig erstellen kernel.grsecurity.rand_pids=1 kernel.grsecurity.rand_tcp_src_ports=1 ### WICHTIG - nicht veraendern/verschieben! kernel.grsecurity.grsec_lock=1
Einige Programme laufen wegen den Änderungen im Adreßraum durch die PaX Erweiterung nicht mehr. Dazu gehören u.a. Java, OpenOffice, wine und XFree 4.x.
Mit Hilfe des Packetes chpax-apt kann für einige bekannte Problemanwendungen entsprechende
Flags in diesen Programmen automatisch gesetzt werden, mit denen die Schutzfunktionen für diese deaktiviert
werden.
Für Programme die nicht durch das Packet chpax-apt behandelt werden kann dies von Hand mittels
dem Packet chpax eingestellt werden.
Es besteht weiterhin die Möglichkeit die Pax Erweiterung mittels dem Kernel Parameter pax_softmode=1
im Softmode zu betreiben. Damit greifen die Pax Schutzmaßnahmen nur für beim kompilieren markierte Programme.
Bei Debian gilt dies für keine Packete, sodaß effektiv die Pax Erweiterung abgeschalten wird.
| 06.04.06, Thomas Liske
n/a |